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Mayener Grubenfeld

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NABU-Projekt Mayener Grubenfeld

Bartfledermaus

Bartfledermaus

Durch den Erhalt des Mayener Grubenfeldes kann nicht nur ein außergewöhnlicher Komplex an Winterquartieren für bis zu 14 verschiedene Fledermausarten geschützt, sondern auch ein Schwarmquartier für mindestens zwei weitere Arten erhalten werden. Somit sind derzeit 16 Arten im Mayener Grubenfeld nachgewiesen. Durch die Bewahrung des Mayener Grubenfeldes können somit Fledermäuse überregional und sogar international geschützt werden.

Die unterirdischen Mühlsteingruben im Mayener Grubenfeld stellen in ihrer Gesamtheit eines der bedeutendsten Fledermausquartiere Mitteleuropas dar. Betrachtet man die Stollen in Mayen und Mendig (nur 7 km Luftlinie auseinander) gemeinsam, so sind sie in der Bundesrepublik Deutschland einzigartig, es gibt keine anderen Fledermausquartiere mit einer nur annähernden Artenvielfalt und Individuenzahl.

Eingang Grube Mayen

Eingang Grube Mayen

Selbst in Mitteleuropa sind nur sehr wenige vergleichbare Aufenthaltsorte bekannt. Diese beiden „Fledermauszentren“ fungieren tragen aller Wahrscheinlichkeit nach als „Trittsteine“ während der saisonalen Wanderungen, von hier aus können wieder neue Gebiete besiedelt werden. Der Einflussbereich erstreckt sich also sowohl in andere Bundesländer (Hessen, Nordrhein-Westfalen) als auch in andere EU-Staaten (Luxemburg, Belgien, Niederlande). Nicht nur hierdurch wird die überragende Bedeutung des Mayener Grubenfeldes deutlich. Auf der Liste der 100 besten Fledermauswinterquartiere in Deutschland (erstellt im Rahmen des Eurobats-Abkommens) steht das Mayener Grubenfeld auf Platz 5, allerdings war zum damaligen Zeitpunkt der sogenannte Mauerstollen noch nicht erforscht, es fehlten also die Ergebnisse der dort eingebauten Lichtschranke mit 11.000 Überwinterern.

Das nahe gelegene Stollensystem in Mendig belegte in dieser Liste Platz 8. Zudem wurden die visuell gezählten Fledermäuse im Mayener Grubenfeld mit Populationsschätzungen (Berliner Zitadelle), Lichtschrankendaten (Kalkberghöhle Bad Segeberg) und unterirdischen Wochenstuben des Mausohrs mit hohen Individuenzahlen verglichen. Nach den heutigen Erkenntnissen müsste das Mayener Grubenfeld als das wichtigste Überwinterungsquartier in Deutschland gelten.

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