Aktuelle Meldungen
Wasser kehrt zurück: Dreifelder Weiher wird wieder eingestaut
Dreifelden - 13.05.2026
Ein Meilenstein für die Natur und Menschen an der Westerwälder Seenplatte ist geschafft: Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am Damm und Grundablass sowie dem Neubau des Mönchbauwerks wird der Dreifelder Weiher nun wieder eingestaut.
Mit dem steigenden Wasserspiegel kehrt auch wertvoller Lebensraum zurück. Der Dreifelder Weiher, der mit über 90 Hektar mit Abstand größte Weiher der Westerwälder Seenplatte, ist ein europaweit bedeutendes Refugium für Wasservögel, Amphibien und viele weitere Arten. „Die Sanierung, die mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz gefördert wurde, dient dazu, die einzigartige Teichlandschaft dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln - als Lebensraum für verschiedenste Arten und als Naturerlebnis für die Anwohner*innen und Gäste“, erläutert Inés Noll, Schutzgebietsmanagerin der NABU-Stiftung.
Bis der Weiher vollständig gefüllt ist, wird noch etwas Zeit vergehen. „Wie schnell sich das Gewässer wieder füllt, hängt vor allem vom Niederschlag in den kommenden Wochen ab“, erklärt Marion Wasser, Projektleiterin im NABU-Projekt „Natürlich mehr Se(h)en“. Auch stehen rund um den Damm noch abschließende Arbeiten an. Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe bittet um Verständnis, dass es in diesem Bereich daher bis Anfang Juni teils weiterhin zu Einschränkungen bei der Nutzung der Straße und des Wanderwegs kommen wird.
Die letzte grundlegende Sanierung fand vor knapp 50 Jahren statt. Damals klaffte im Mai 1980 zur Neuverlegung des Grundablasses eine Lücke im Damm. Wer mehr über die wasserbauliche Sanierung und die Zukunft der Westerwälder Seenplatte erfahren möchte, ist herzlich eingeladen: Am Freitag, den 19. Juni 2026, findet im Dorfgemeinschaftshaus Dreifelden ein Info-Tag statt. Dort informiert das NABU-Projektteam u.a. über die baulichen Sanierungsmaßnahmen und steht für Fragen zur Verfügung.
Der Info-Tag finden im Rahmen des Projekts „Natürlich mehr Se(h)en“ statt, welches vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln des Entwicklungsprogramms EULLE gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert wird.
Ehrenamt sichert Amphibienschutz an der Westerwälder Seenplatte
Dreifelden - 05.05.2026
Seit einigen Jahren engagieren sich am Dreifelder Weiher zahlreiche Ehrenamtliche für den Schutz von Kröten, Fröschen und Molchen. Jedes Frühjahr errichten sie rund 700 Meter Schutzzäune, kontrollieren diese regelmäßig und setzen die Tiere behutsam an ihre Laichgewässer um. Auch die Bestimmung und Dokumentation der Amphibien gehört zu ihrem Einsatz.
Das ehrenamtliche Engagement, das über den NABU Kroppacher Schweiz koordiniert wird, ist für den Amphibienschutz an der Westerwälder Seenplatte von großer Bedeutung. „Auf das Engagement der Ehrenamtlichen am Dreifelder Weiher ist seit Jahren Verlass. Mit ihrem Einsatz leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zum Schutz der heimischen Amphibien“, sagt Inés Noll, Schutzgebietsmanagerin der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.
Der langjährige ehrenamtliche Einsatz hat auch strukturelle Verbesserungen angestoßen: Im Zuge der Straßensanierung der K2 wurden gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz feste Amphibiendurchlässe eingeplant, die die Wanderung der Tiere künftig sicherer machen und die ehrenamtliche Arbeit sinnvoll ergänzen.
In der aktuellen Saison ist der Einsatz besonders wichtig: Aufgrund von wasserbaulichen Sanierungsarbeiten ist der Dreifelder Weiher derzeit abgelassen und steht somit den Amphibien nicht als Laichgewässer zur Verfügung. Dank der tatkräftigen Unterstützung vor Ort, unter anderem durch die Verbandsgemeinde Hachenburg, konnten Kleingewässer aufgewertet und mehrere Ersatztümpel angelegt werden, die den Tieren nun als Ausweichlebensräume dienen. Diese Gewässer werden von den Ehrenamtlichen intensiv betreut.
Das NABU-Projektbüro in Freilingen unterstützt die Aktivitäten der NABU-Gruppen an der Westerwälder Seenplatte, vor allem durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. „Uns ist es wichtig, transparent über die Aktivitäten von NABU-Akteuren an der Westerwälder Seenplatte zu informieren. Wir wissen, wie wichtig dieser wertvolle Naturraum für die Menschen vor Ort ist und dass auch das ehrenamtliche Engagement mit dieser Verbundenheit wächst“, erklärt Marion Wasser NABU-Projektleiterin – Projekt „Natürlich mehr Se(h)en“.
Der Amphibienschutz an der Westerwälder Seenplatte zeigt, wie viel durch kontinuierliches ehrenamtliches Engagement vor Ort erreicht werden kann. Jahr für Jahr tragen die Ehrenamtlichen dazu bei, wertvolle Lebensräume zu sichern und den Schutz der Amphibien dauerhaft zu verbessern.
Die Öffentlichkeitsarbeit findet im Rahmen des Projektes „Natürlich mehr Se(h)en“ statt, welches vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln des Entwicklungsprogramms EULLE gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert wird.
Bürgersprechstunde zur aktuellen Sanierung am Dreifelder Weiher
Freilingen - 22.04.2026
Die wasserbauliche Sanierung am Dreifelder Weiher verzögert sich. Grund sind ungünstige Witterungsbedingungen und ein unerwarteter Dammrutsch. Viele Bürger*innen der Region fragen sich, wie es nun weitergeht. Das NABU-Projektbüro in Freilingen lädt deshalb zu einer Sprechstunde ein, um über den aktuellen Stand der Bauarbeiten zu informieren und Fragen zu beantworten.
Der Wintereinbruch mit anhaltenden Minusgraden führte Anfang des Jahres zu temperaturbedingten Bauunterbrechungen, da beispielsweise für die Sanierung des Grundablasses und für die Erdarbeiten entsprechende Plusgrade erforderlich waren. Überdurchschnittlich starke Niederschläge führten zusätzlich zu Überflutungen der Baustelle und weiteren Unterbrechungen der Sanierungsarbeiten. Außerdem rutschte ein Teil des Damms ab, der nun aufwendig wiederhergestellt werden muss. Für diese Arbeiten muss der Straßenabschnitt auf dem Damm voraussichtlich bis Ende April gesperrt bleiben. Die NABU Stiftung bedauert die Verzögerungen und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten und arbeitet mit den Projektbeteiligten unter Hochdruck an der zügigen Fertigstellung der restlichen Arbeiten.
„Ziel der laufenden Baumaßnahmen ist es, den Dreifelder Weiher langfristig als stabilen Naturraum und attraktives Ausflugsziel für die Region zu sichern“, sagt Marion Wasser, Leiterin des Projektes „Natürlich mehr Se(h)en“ an der Westerwälder Seenplatte. Die Auswirkungen der baulichen Verzögerung sind bereits deutlich spürbar. So beeinflusst der trockenliegende Weiher die Laichsaison der Amphibien und die Brutsaison der Wasservögel. Auch wirtschaftliche Nutzungen, wie der Campingplatzbetrieb, sind betroffen.
Vor diesem Hintergrund lädt das NABU-Projektbüro in Freilingen alle Interessierten zur offenen Sprechstunde ein. Hier können Fragen gestellt, Hintergründe erläutert und Anliegen direkt eingebracht werden. Die nächste offene Sprechstunde findet am Montag, den 18.05.2026 von 17 - 18 Uhr im Rathaus in Freilingen statt. Weitere Termine sind zukünftig auf der Webseite des Projektbüros (www.seenplatte-westerwald.de) zu finden.
Das Projektbüro nimmt gerne auch vorab Fragen oder Hinweise per E-Mail entgegen: marion.wasser@NAUB-RLP.de
Die Bürgersprechstunde findet im Rahmen des Projekts „Natürlich mehr Se(h)en“ statt, welches vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln des Entwicklungsprogramms EULLE gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert wird.
