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Masseneinflug der Distelfalter
Der Apollofalter im Moseltal
21. Oktober 2010 Das letzte Paradies des Apollofalters (Parnassius apollo) in den Weinbergen und an den Waldrändern an den Steilhängen des Moseltales zwischen Koblenz und Trier.
Bericht von Dr. Detlef Mader,
erschienen in galathea 26/3 • 2010
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Der Apollofalter im Moseltal • Von Dr. Detlef Mader
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Seltenes Naturschauspiel
Masseneinflug der Distelfalter in Rheinhessen
15. Mai 2009 -
Ein seltenes Naturphänomen kann man zur Zeit in unserer Region erleben: Von einem Tag auf den anderen sind auf Feldern und Wiesen, in Dörfern und Städten in Rheinhessen und dem Naheland zahlreiche hübsch orange, weiß und schwarz gezeichnete Schmetterlinge unterwegs. Teils sausen sie schnell und gradlinig vorbei, teils flattern sie direkt vor den Füßen des Spaziergängers aus dem Gras am Wegrand auf. „Es handelt sich dabei um Distelfalter, die wie jedes Jahr aus Nordafrika übers Mittelmeer und die Alpen oder durch die Burgundische Pforte je nach Wanderlust nach Mittel- oder sogar Nordeuropa ziehen. Dort legen sie, meist an Disteln oder Brennesseln ihre Eier ab und sterben“, erklärt Wilfried Hasselbach, Schmetterlingsexperte im NABU Rheinhessen-Nahe.
Doch während der Einflug in den vergangenen Jahren eher „tröpfchenweise“ erfolgte, handelt es sich in diesem Frühjahr um einen regelrechten Masseneinflug von einigen Millionen Tieren, wie er nur selten stattfindet. „Die Distelfalter kommen in mehreren Wellen durch unsere Region und wurden schon seit April in Südeuropa beobachtet. Ein Teil bleibt hier, andere ziehen weiter Richtung Norden und Osten und stoßen sogar bis nach Island vor“, ergänzt Hasselbach.
Distelfalter zusammengeklappten Flügeln, der die unauffällige Flügelunterseite zeigt und so im Gras perfekt getarnt ist.
Die Auslöser für den Zug der Distelfalter sind bisher weitgehend ungeklärt: „Wahrscheinlich spielt Nahrungsmangel in den Ursprungsgebieten eine Rolle bei diesem rein instinktiv gesteuerten Verhalten. Wenn dann auch noch günstige Winde dazu kommen, brechen sie einzeln, aber wie auf Kommando auf und können mehrere Hundert Kilometer pro Tag zurücklegen. Die Nachkommen der Einwanderer kehren zum Herbstbeginn wieder nach Nordafrika zurück“, so der NABU-Experte abschließend.
Für Rückfragen:
Rainer Michalski
NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe
Langgasse 91, 55234 Albig
Telefon 0 67 31-54 75 66
Mobil: 01 63-9 88 12 55
Fax 0 67 31-54 75 65
E-Mail: Info@NABU-Rheinhessen.de
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