Rheinland-Pfalz.NABU.de Projekte Halboffene Weidelandschaft Schmidtenhöhe Koblenz Aktuelles zum Beweidungsprojekt

Zwischenbilanz nach 20 Monaten Beweidung

Planwagenfahrt über die Schmidtenhöhe

Naturschutzbund startet Werbekampagne

Planwagenfahrtquer

• 29. August 2011 • Seit zwei Jahren läuft das größte rheinland-pfälzische Beweidungsprojekt auf der Schmidtenhöhe sehr erfolgreich. „Die Taurusrinder und Konikpferde sind auch zu einem attraktiven Ausflugziel geworden. Der Rundwanderweg mit Informationstafeln, Aussichtstürmen und Sitzbänken wird sehr gut angenommen“, so Leo Heuser, Vorsitzender des NABU Koblenz. Eine besondere Attraktion stellen die täglichen Planwagenfahrten dar, die der NABU und das Umweltministerium während der BUGA anbieten. In den letzten Wochen ist der Planwagen fast immer voll besetzt. 22 Besucher können kostenfrei teilnehmen und erhalten während der Fahrt Informationen über das Beweidungsprojekt. „Wegen des großen Zuspruches überlegen wir zur Zeit, ob und wie wir das Angebot nach der BUGA weiterführen können“ – so Siegfried Schuch, Vorsitzender des NABU Rheinland-Pfalz.

Neben den Einnahmen aus der landwirtschaftlichen Nutzung wird das Projekt aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Der NABU hat in Rheinland-Pfalz 35.000 Mitglieder und sucht weitere Mitglieder, die den Verein unterstützen. In den nächsten sechs Wochen werden junge Naturschützer in Koblenz und Umgebung Mitglieder werben. Sie sind mehr-heitlich Studenten, die ihre Freizeit den Projekten des NABU widmen. So konnten im letzten Jahr über 600 Mitglieder in Mayen und Umgebung geworben werden, wo der NABU das größte deutsche Fledermausquartier angekauft hat, um es zu erhalten. Ziel ist es, dass jeder Anwohner besucht wird, sagt Anna Grillporzer. Die Studentin betreut seit sechs Jahren solche Projekte. Sie sieht diese Arbeit als Chance, die Lebensqualität in Deutschland und den Zustand der Natur zu verbessern. „Wir müssen lernen, nachhaltig die Natur zu schützen, denn dies ist eine Daueraufgabe“, erklärt sie. Deshalb sollen auch keine Barspenden gesammelt, sondern neue Mitglieder für den NABU gefunden werden.

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Zwischenbilanz nach 20 Monaten Beweidung

Halboffene Weidelandschaft Schmidtenhöhe

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• 15. Juni 2011 • Im September 2009 startete das Projekt "Halboffene Weidelandschaft Schmidtenhöhe" mit dem Ziel, dieses NATURA-2000-Gebiet zu erhalten. Jetzt zogen die Naturschutzbehörden zusammen mit dem Grundstückseigentümer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und dem NABU eine erste Zwischenbilanz.

Der Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel als Sparte der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, zuständig für Rheinland-Pfalz und Saarland, hatte mit über 100 ha den größten Teil der Fläche zur Verfügung gestellt. Ihr Leiter, Dr. Herbert Kraft, zeigte sich sehr zufrieden über den Zustand der Fläche: „Die sich in den letzten Jahren abzeichnende Verbuschung des Gebietes konnte durch die Taurusrinder und Konikpferde aufgehalten und damit ein wichtiger Beitrag für den Erhalt einer hohen Biodiversität geleistet werden – ohne dass bestehende Waldstrukturen in Frage gestellt wurden“, so sein Fazit.

Die Bereitstellung und Betreuung von solchen Naturschutzflächen ist für die Bundesforsten und damit für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als größtem Immobilienbetreuer in Deutschland ein wichtiges Element des Unternehmensprofils geworden.

Dr. Axel Schmidt von der Oberen Naturschutzbehörde der Struktur- und Genehmigungsdirektion zeigte sich überrascht darüber, wie schnell es die Tiere geschafft haben, die verfilzte Vegetation zu beseitigen. Heute können hier wieder Samen seltener Pflanzen, wie z.B. der Orchideen keimen, wo sie früher keine Chance hatten.

Für das Umweltministerium zog Matthias Schneider eine positive Zwischenbilanz. Die Amphibienbestände, für die das Land Rheinland-Pfalz gegenüber der EU eine Verpflichtung habe, könnten sich in den freien Tümpeln wieder gut fortpflanzen. Damit habe sich die Anfangsinvestition des Landes schon gelohnt.

Auch das Umweltamt Koblenz, das dieses Projekt permanent begleitet, zeigte sich zufrieden. „Dass sich nach so kurzer Zeit bereits die erwartete Savannenstruktur in Ansätzen erkennen lässt, haben wir nicht erwartet“, so Ortrud Stridde.

Der NABU Rheinland-Pfalz, der sich für 20 Jahre verpflichtet hat, dieses Projekt durchzuführen, ist zuversichtlich, dass sich die Artenvielfalt im Schutzgebiet weiter erhöhen wird. „Fast jedes Jahr wird hier eine neue Vogelart entdeckt – inzwischen über 135 Arten.“ Aber auch die Zusammenführung von Naturschutz und landwirtschaftlicher Nutzung sei gelungen. „Der laufende Betrieb des Projektes finanziert sich ohne Zuschüsse des Naturschutzes alleine über die landwirtschaftliche Nutzung – ein wirkliches Beispiel für die Strategie Naturschutz durch Nutzung“, so Siegfried Schuch, Vorsitzender des NABU Rheinland-Pfalz.

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Rundwanderweg auf der Schmidtenhöhe eröffnet

Auf 4,8 Kilometern Infos zum NABU-Beweidungsprojekt

• 23. Juni 2010 • Seit dem 21. September 2009 betreibt der NABU Rheinland-Pfalz im Auftrag der Stadt Koblenz auf dem ehemaligen militärischen Übungsplatz Schmidtenhöhe das Projekt „Halboffene Weidelandschaft“. Insgesamt 130 Hektar Naturschutzflächen, umgeben von einem hoch sensiblen Elektrozaun, werden nun von sogenannten Robustrindern und -pferden (Taurusrinder und Konik-Pferde) beweidet, um somit einen geeigneten Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

Um die vielen interessierten Besucher über die Hintergründe des Projektes zu informieren, wurde in den letzten Monaten das Umweltbildungs- und Umwelterlebnisprojekt Schmidtenhöhe umgesetzt, am 23. Juni wurde nun der Rundwanderweg offiziell eröffnet.

Jochen Krebühl (2.v.l.), Geschäftsführer der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, übergibt den Scheck in Höhe von 85.000 Euro an den NABU-Landesvorsitzenden Siegfried Schuch (2.v.r.). Links im Bild MdL David Langner, Vorstandsmitglied der Stiftung, rechts Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz.

Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der Glücksspirale konnten 16 Informationstafeln entlang eines Rundwanderweges von 4,8 Kilometer Länge um das Beweidungsobjekt erstellt werden. Diese Informationstafeln informieren interessierte Wanderer über die Entstehung der wertvollen Lebensräume auf der Schmidtenhöhe, sowie über die hier vorkommenden Tiere und Pflanzen bis hin zu den Prinzipien der „Halboffenen Weidelandschaft“ und den dort lebenden Rinder- und Pferderassen. Um die Lücke zwischen den bereits bestehenden beiden Wegen zu schließen, konnte auch ein 500 Meter langes neues Verbindungsstück geschaffen werden. Sechs errichtete Aussichtstürme ermöglichen einen Einblick in die Beweidungsflächen. Bald laden auch die geplanten Sitzgruppen zum Verweilen ein.

Der Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Joachim Hofmann-Göttig dankte in seinem Grußwort auch namens des Stadtrates allen an der Verwirklichung des Projektes „Halboffene Weidelandschaft“ auf der Schmidtenhöhe Beteiligten für ihr erfolgreiches Engagement. Der Bevölkerung biete sich hier ein sehr attraktives Naherholungsgebiet an, bestens geeignet zum Wandern.

Siegfried Schuch fungiert auch gleich als Wanderführer. Vom Rundwanderweg aus konnte man die dicht nebeneinander friedlich grasenden Rinder und Pferde mit ihren Kälbchen und Fohlen beobachten. Bestaunt wurden zahlreiche am Wegesrand wild wachsende Orchideen, Plattbauchlibellen und Gelbbauchunken an einigen Tümpeln. Und er berichtete von den anderen Bewohnern des riesigen Areals, wie dem hierzulande ganz selten gewordenen Laubfrosch, dem großen Schillerfalter, der in Rheinland-Pfalz sehr selten vorkommenden Plumpschrecke, dem Neuntöter, Raubwürger, Baumpieper, der Feldlerche, seltenen Fledermausarten, ja sogar den sehr scheuen Wildkatzen.

Wer sich dieses herausragende Naturerlebnis im Europäischen Naturschutzgebiet Schmidtenhöhe selbst erwandern will, findet die Anfahrsbeschreibung auf www.NABU-RLP.de.

Heinz Stetzuhn • NABU Ahrweiler

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Planwagenfahrt ausgebucht!

Alle Fahrten mit dem Planwagen über die Schmidtenhöhe, die noch bis zum Ende der BUGA am 16.10.2011, durchgeführt werden, sind ausgebucht. Es sind keine Karten mehr erhältlich!

 

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