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Ruanda
Wasservogelzählung am Ihema-See im Akagera-Nationalpark (Ruanda)
29. Juni 2010 Dank der von NABU-Mitgliedern gespendeten Ferngläser und Spektive konnte unser Partnerschaftsverein, die Gesellschaft für den Erhalt und Schutz der Natur in Ruanda (ACNR), dieses Jahr die Bestandserfassung der Wasservögelpopulationen im Akagera-Nationalpark systematisch intensivieren. Die Seen, deren Ufer und Inseln eine von Papyrus dominierte Vegetation aufweisen, stehen als wichtiges Vogelschutzgebiet (sog. Important Bird Area) unter internationalem Schutz. Insgesamt haben unsere Freunde im fernen Ost-Afrika 28 Arten und 2.053 Individuen erfasst. Der Vogel des Jahres 2010, der Kormoran, wurde stolze 445-mal an den Ufern und auf den Inseln des Ihema-Sees gezählt. Das ist beachtlich, wurden doch zu Beginn des vergangenen Jahres bei Beobachtungen an zwei anderen Seen im Nationalpark keine Kormorane gesichtet. Die Ornithologen des ACNR vermuten, dass die Art im vergangenen Jahr eingewandert ist und sich in der Fluss- und Seenlandschaft mit ihrem Fischangebot sehr wohl fühlt. Übrigens: Die Fischerei von Farmern, die legal im Nationalpark fischen dürfen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen, stellt laut ACNR keine Bedrohung für die Wasservögelpopulationen dar. Die Bestanderfassung wird kontinuierlich fortgeführt, analysiert und publiziert. Wir bitten unsere Mitglieder auch weiterhin um die Spende von Ferngläsern und Spektiven an die Landesgeschäftsstelle, um den Naturschutz im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda auch in Zukunft fördern zu können. Sie können das Dankesschreiben des ACNR für die Ausrüstung sowie den bebilderten Bericht mit allen Beobachtungszahlen hier auf der Homepage lesen, ebenso auch alle Fortschrittsberichte über unser Projekt zum Schutz des Nyungwe-Nebelwaldes.
Andreas Lukas • stellvertr. Landesvorsitzender
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Dankschreiben des ACNR
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Wasservögelzählung am Ihema See im Akagera Nationalpark im Juni 2010 (in englisch)
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Projekt des NABU Rheinland-Pfalz zum Schutz des Nyungwe-Nationalparks
Kooperation mit der Gesellschaft für Naturschutz in Ruanda (ACNR)
Nyungwe im Nebel
15. April 2010 Der NABU Rheinland-Pfalz engagiert sich nicht nur stark für den Naturschutz auf Landesebene und in den Regionen. International übernimmt er auch Verantwortung für die einzigartige Natur in dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Im Sommer 2006 hat der NABU Rheinland-Pfalz mit der Association pour la Conservation de la Nature au Rwanda in der ruandischen Hauptstadt Kigali eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen der Länderpartnerschaft geschlossen. Beim 1997 wiedergegründeten Naturschutzverein ACNR handelt es sich - wie beim NABU - um eine unabhängige, nichtstaatliche Organisation, die eng mit lokalen Gruppen zusammenarbeitet und Mitglied im weltweiten Bird-Life-Netzwerk ist.
Nyungwe-Springkraut
Erstes gemeinsames und von dem Partnerschaftsverein gefördertes Projekt ist die Durchführung konkreter Maßnahmen zum Schutz des Nyungwe-Nebelwaldes. Dieser Hochgebirgswald liegt im Südwesten Ruandas. Die Biodiversität ist beachtlich, noch nicht vollständig erfasst und viele Arten kommen ausschließlich in diesem Nationalpark vor. Erst 2003 wurde etwa das vom Koblenzer Professor Fischer beschriebene Nyungwe-Springkraut entdeckt.
Imkerei
Trotz seiner biologischen Bedeutung ist dieser letzte große Nebelwald vielfältigem Druck ausgesetzt. Eine große Bedrohung stellen von Honigsammlern verursachte Brände dar. NABU Rheinland-Pfalz und ACNR gehen gemeinsam dagegen vor, indem sie zwei Imkereien samt Gebäuden zur Weiterverarbeitung mit entsprechender Gerätschaft in Waldrandlage gebaut haben. In den dort stattfindenden Ausbildungslehrgängen werden Frauen gezielt gefördert. Begleitet wird das Projekt auch von einem Umweltbildungsprogramm, das der NABU Rheinland-Pfalz nicht nur finanziell sondern dank seiner Mitglieder auch mit Sachspenden (professionelle Spektive und Ferngläser) unterstützen kann. Diese pragmatischen Maßnahmen sind ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Naturschutz in ärmeren Ländern effektiv funktionieren kann, nämlich durch die Verbindung von ökonomischen und sozialen mit den ökologischen Belangen.
Lehrgang
Die Durchführung des Projektes wird kontrolliert von dem Büro des rheinland-pfälzischen Partnerschaftsvereines in Kigali. Die Berichte können Sie auf dieser Seite online lesen. Damit garantieren wir Transparenz gegenüber allen Spendern, denen wir an dieser Stelle herzlich für ihre Unterstützung danken!
Andreas Lukas • stellvertr. Landesvorsitzender
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http://www.acnrwanda.org/
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Projektbesuch 10. + 11. August 2009
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Projektbesuch 28. Juli 2009
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